Autor: Rechtsanwalt Christian Dobek

Künstliche Befruchtung mit falschem Sperma – Schmerzensgeld

Befruchtet ein Arzt eine Frau bei einer künstlichen Befruchtung (heterologe Insemination, Einbringung von Samen eines fremden Spenders) mit einem falschen Sperma, ist er zur Zahlung eines Schmerzensgeldes verpflichtet, wenn bei einer erneuten künstlichen Befruchtung zwecks Erreichung von Vollgeschwistern dieser Wunsch

Mittlerweile auch Arztpraxen von multiresistenten Keimen betroffen

In Krankenhäusern ist das Auftreten von multiresistenten Keimen bereits seit Jahren ein erhebliches Problem. Inzwischen treten auch in Arztpraxen vermehrt multiresistente Keime auf, gegen die kein Antibiotikum hilft.  Die steigenden Raten an Patienten, die sich mit einem nicht therapierbaren multiresistenten

Frühchenstation Virchow-Klinikum – Säuglinge mit MRSA besiedelt

Am 27.03.2018 wurde bekannt, dass es auf der Frühchenstation des Virchow-Klinikums bei drei Säuglingen zu einer Besiedelung mit multiresistenten Keimen gekommen ist. Es handelt sich um den MRSA-Keim. Zunächst befanden sich die Keime lediglich auf der Haut. Eine Infektion konnte

Befunderhebungsfehler bei unterlassener Verlegung in hinreichend ausgestattenes Krankenhaus

Ein Krankenhaus ist zum Schadensersatz verpflichtet, wenn es zwar die Notwendigkeit von weiteren Befunderhebungen erkennt, jedoch trotz fehlender Ausstattung mit hierfür notwendigen medizinischen Geräten keine unverzügliche Verlegung in ein hinreichend ausgestattenes Krankenhaus veranlasst. Kommt es aufgrund dessen zu einer verspätet

Komplikationen Neulandmethode (schmerzende Scheide nach Netzimplantation)

Wählt der Arzt eine Neulandmethode, hat er den Patienten über diesen Umstand sowie über die alternativen Behandlungsmethoden aufzuklären. Es bedarf einer besonderen Aufklärung über die Neulandmethode, wenn diese noch keine Standardmethode darstellt. Bei einem neuen Operationsverfahren (hier: Netzimplantat bei Senkungsoperation)

Krebspatienten – Erhöhtes Risiko bei Operation in Krankenhaus mit wenig Erfahrung

Nach dem AOK-Qualitätsmonitor 2018 besteht insbesondere bei Lungenkrebspatienten, Darmkrebspatienten, Speiseröhrenkrebspatienten und Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten ein erhöhtes Risiko, wenn sie sich in einem Krankenhaus operieren lassen, das eine zu geringe Anzahl an Operation je Jahr in diesen Bereichen aufweist. Aufgrund dessen kommt es

Unterdosiertes Krebsmedikament – Lebensgefahr

Immer wieder wird – wie gerade aktuell – bekannt, dass ein Apotheker aus Habgier in ihren Wirkstoffen unterdosierte Krebsmedikamente (beispielsweise Zytostatika) oder sonstige unterdosierte Medikamente absichtlich entgegen der ärztlichen Verordnung herstellt. Dies ist nicht nur ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz.

Schmerzensgeld Hirnschaden Kind

Mit Urteil vom 04.04.2017 hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden, dass einem Kind ein Schmerzensgeld in Höhe von 250.000,00  € zu zahlen ist, wenn es aufgrund eines dem Arzt vorwerfbaren verspäteten Kaiserschnitts (Sectio) einen schweren Hirnschaden erleidet und infolgedessen dauerhaft unter

Diagnosefehler bei Malaria-Erkrankung

Mit Urteil vom 21.03.2017 hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden, dass dem Arzt ein Diagnosefehler vorzuwerfen ist, wenn er trotz eindeutiger Symptome eine Malaria-Erkrankung nicht erkennt und dadurch ein Hirnödem zu einer Schädigung von Hirnzellen führt. Dem Patienten kann durch den

Nichterkennung einer Fraktur auf Röntgenaufnahme

Erkennt der Arzt auf einer gefertigten Röntgenaufnahme eine vorhandene Fraktur nicht, obwohl sie für einen gewissenhaften Arzt auf der Röntgenaufnahme sicher zu erkennen gewesen ist und von einem solchen nicht übersehen werden durfte, liegt ein Diagnosefehler vor. Nach der Rechtsprechung

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