Krankenhaushaftung

Rechtsanwalt für Krankenhaushaftung in BerlinEin Patient, der sich in einem Krankenhaus behandeln lässt, geht davon aus, dass ihm dort geholfen wird. Allzu oft kommt es jedoch vor, dass ein Patient im Krankenhaus aufgrund eines ärztlichen Behandlungsfehlers geschädigt wird. Die Möglichkeiten einer Schädigung im Rahmen einer Krankenhaushaftung sind vielfältig und können mit erheblichen körperlichen und finanziellen Folgen einhergehen.

Rechtsanwalt für Krankenhaushaftung in Berlin

Zu den häufigsten ärztlichen Behandlungsfehlern in einem Krankenhaus gehören behandlungsfehlerhafte Implantationen von Endoprothesen im Hüftgelenk und Kniegelenk bei bestehender Arthrose. So kommt es häufig vor, dass die Pfanne zu steil implantiert wird und es infolgedessen zu einer  Luxation (Heraustreten des Gelenkkopfes aus der Gelenkpfanne) kommt. Auch eine Lockerung infolge einer behandlungsfehlerhaften Implantation der Endoptothese oder eine Infektion im Hüftgelenk oder Kniegelenk aufgrund der Nichteinhaltung von zwingenden Hygienemaßnahmen kommen häufig in diesem Zusammenhang vor. Immer wieder kommt es auch zu Komplikationen, weil beispielsweise der Prothesenschaft trotz des bereits ausgehärteten Zements eingeschlagen wird. Folge hiervon kann eine Oberschenkelfraktur sein. Auch kommt es vor, dass die Kniegelenksendoprothese in Valgusfehlstellung implantiert wird. Häufig ist dann eine Revision (Wiederholung) der Implantation der Endoprothese notwendig.

Häufig kommt es auch in einem Krankenhaus im Zusammenhang mit der operativen Versorgung von Frakturen bei der Osteosynthese (operative Verbindung von zwei oder mehr Knochen oder Knochenfragmenten zwecks Zusammenwachsens) zu Behandlungsfehlern.

Immer wieder werden in Krankenhäusern auch unnötige Operationen durchgeführt. Unnötige Operationen können nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen und führen mitunter sogar zu einem weitergehenden Gesundheitsschaden. In beiden Fällen ist die vom Patienten erklärte Einwilligung in die Operation unwirksam und die unnötige Operation damit eine zur Schadensersatzpflicht führende Körperverletzung.

Ein weiterer für Behandlungsfehler anfälliger Bereich im Krankenhaus besteht im Zusammenhang mit der Geburt von Kindern. Kommt es hier aufgrund von Fehlern der beteiligten Ärzte und Hebammen oder aufgrund von Fehlern in der Organisation des Krankenhauses zu einem Schaden des Kindes, kann dies schnell für das gesamte weitere Leben des Kindes und seiner Eltern erhebliche Konsequenzen haben. Häufig treten durch einen ärztlichen Behandlungsfehler in diesem Bereich nicht korrigierbare schwere Behinderungen des Kindes wie beispielsweise eine Hirnschaden oder Lähmungen einzelner Körperteile ein.

Eine der häufigsten Schädigungen in einem Krankenhaus ist die Infektion mit einem Keim, im schlimmsten Fall mit einem multiresistenten Keim. In der Regel wendet das Krankenhaus ein, der Patient habe die Infektion mit dem Keim bereits von Hause in das Krankenhaus mitgebracht. Eine Überprüfung des Behandlungsablaufs im Krankenhaus ergibt jedoch häufig, dass die Infektion im Krankenhaus erfolgt ist. Bereits bei der Einlieferung in das Krankenhaus wird häufig trotz des Vorliegens eines Risikopatienten ein Screening auf beispielsweise MRSA und gramnegative Bakterien unterlassen. Der zweite Verstoß gegen verbindliche Vorschriften liegt dann darin, dass keine Isolation des Patienten, sondern die Unterbringung in einem Mehrbettzimmer erfolgt. Schließlich kommt es häufig vor, dass Ärzte und Krankenschwestern sich nach dem Verlassen einer Isolationsstation nicht die Hände desinfizieren. Auch desinfizieren Ärzte häufig lediglich ihre Hände vor der Visite eines sich in einem Mehrbettzimmer befindlichen Patienten, jedoch nicht das Stethoskop, das sie zuvor bei einem isolierten Patienten verwendet hatten. Die Verbreitung von (multiresistenten) Keimen im gesamten Krankenhaus ist dann lediglich eine Frage der Zeit. Dennoch ist es dringend anzuraten, einen Rechtsanwalt mit der Geltendmachung der Ansprüche zu beauftragen. Zur Geltendmachung der Ansprüche und insbesondere zum Beweis der Ursächlichkeit der Infektion mit dem Keim im Krankenhaus ist es zwingend erforderlich, die Patientenakte akribisch durchzugehen, um den Zeitpunkt des Hygienefehlers aufzuspüren.

Gerne prüfe ich für Sie sämtliche aus Krankenhaushaftung in Betracht kommenden Ansprüche (insbesondere Schmerzensgeld, Schadensersatz, Heilbehandlungskosten, Haushaltsführungsschaden, Verdienstausfall, Erwerbsschaden) und mache diese umfassend geltend.

Kontaktieren Sie mich unter 030/ 29 77 35 74-7 oder info@rechtsanwalt-dobek.de! Sie können auch das Kontaktformular (Kontakt) nutzen! Schildern Sie mir Ihr Anliegen!